Wabi Sabi


Nachfolgend ein Versuch, vllt. DEN Begriff schlechthin japanischer Kunstphilosophien zu erklären (kein Anspruch auf Allgemeingültigkeit!)

Sowohl Wabi als auch Sabi sind, für sich allein stehend, Begriffe, die im Grunde Ihres Sinnes negativ sind.

„Wabi“ bedeutet so viel wie „Armut“

„Sabi“ bedeutet „Einsamkeit“

(Natürlich ist auch diese Bedeutung vielschichtig und je nach Kontext wandelbar.)

Zusammengesetzt wandelt sich diese negative Bedeutung jedoch ins positive. Hier geht es nun um die nicht sofort eingängige offensichtliche Schönheit, sondern um Subtilität, die Schönheit des leicht zu übersehenden.

Am Besten veranschaulicht nachfolgende Anekdote dieses Prinzip:

»Der Zen-Mönch Sen no Rikyu wollte den Weg des Tees lernen und suchte daher den Teemeister Takeno Joo auf. Der Meister befahl Rikyu, den Garten zu säubern. Rikyu machte sich sofort eifrig an die Arbeit. Er rechte den Garten, bis der Boden in perfekter Ordnung war. Als er fertig war, betrachtete er seine Arbeit. Dann schüttelte er den Kirschbaum, so dass ein paar Blüten wie zufällig zu Boden fielen. Der Teemeister Joo nahm Rikyu daraufhin in seine Schule auf.«

Einfachheit, Imperfektion, Schlichtheit und Vergänglichkeit zeichnet dieses Konzept aus. Wichtig hierbei ist auch das Bewusstsein, dass jede Materie, sei es Pflanze oder Stein eine Seele in sich trägt, Diese gilt es zu erspüren.

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~ von outofnippon - April 21, 2011.

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