Making of… outofnippon (short version)


Es war im Januar 2009 als die Idee zu out of nippon geboren wurde. Geburtsort war ein etwas unterkühltes Appartement in Kawaguchiko am Fuße des Fujiyamas. Dort entdeckte ich einen kleinen typischen japanischen Schreibtisch, dem man seine Jahre mehr als deutlich ansehen konnte. All die Macken und Schrammen, die durch andauernde Benutzung abgerundeten Ecken und Kanten, die besondere Weichheit des Holzes; all das machte gerade seinen Charakter aus. Mit einem Male wurde mir wirklich bewusst, welche Ausstrahlung alte Werkstoffe haben. Unbewusst nimmt dies sowieso jeder wahr. Die spezielle Bauart des kleinen Schreibtisches verstärkten dies jedoch.

Vom Schreibtisch zum tansu (Schrank/Kommode) war es nicht weit und mir erschloß sich wirklich eine neue Welt. Es war ganz klar: Ich mußte einen tansu haben. Und natürlich war es naheliegend darüber nachzudenken, ob sich nicht noch mehr Liebhaber dieser wunderschönen, subtilen Ästhetik finden lassen würden.

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Nur, wie diese Schmuckstücke präsentieren? In einem Antiquitätenladen? Zusammen mit den tansu auf Besucher warten und Staub anzusetzen? Nein, diese Möbel haben immer mit Menschen zusammen gelebt, ziehen ihre besondere Ausstrahlung auch daraus, deswegen war schon binnen eines Tages klar, dass diese in ein Teehaus/Café zu integrieren sein. Kommunikation, Lebensart, Musik, Raum um Schönheit und Stimmung sich entwickeln zu lassen, Gelassenheit – ein Ort an dem man gerne verweilt und Eindrücke Zeit haben, zu wirken; dass war von nun an das Ziel.

Ein halbes Jahr verging, Kontakte wurden geknüpft, tansu erworben, eine erneute Reise ins Land der aufgehenden Sonne stand an, dann wurden die Schmuckstücke verpackt, verschifft und in Berlin eingelagert. Ein dreiviertel Jahr später fand sich der passende Raum, es wurde verhandelt, dann renoviert, eine aufregende auch anstrengende Zeit. Eine recht lange Zeit… aber rückblickend war es auch wichtig, Zeit vergehen zu lassen. So konnte sich der Raum entwickeln, alte Substanz behutsam integriert werden. Eine eigene Dynamik entstand, die nicht auf dem Reißbrett konzipiert werden kann.

Im Dezember 2010 wurde nun dieser Ausstellungsraum der besonderen Art eröffnet. Ein Ort zum Wohlfühlen, Geniessen, Entspannen, Kommunizieren, Eindrücke sammeln und geben. Ein Ort der nicht statisch ist und sein will und dennoch keine Unruhe verstrahlt, sondern eher organisch behutsam wächst.

muehle

yoku irasshaimashita!

~ von outofnippon - April 14, 2011.

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